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Little Richard

Little Richard *5.12.1932  +9.5.2020

Heute, am 9. Mai 2020, erschütterte die Nachricht vom Tod Little Richards, Menschen auf der ganzen Welt.
Wer von uns Little Richard noch selbst erlebte, ob live, am Bildschirm oder im Radio, war fasziniert von dieser schillernden Persönlichkeit, seiner Stimme und ganz besonders von seiner Musik. Damit hinterlässt er etwas in unserem Herzen, dass uns bis heute und wohl für immer bewahrt bleibt.

Der Tod von Prominenten und Stars trifft uns oft genau so hart, wie der Tod eines nahestehenden Menschen.

Prominente verkörpern unsere Sehnsüchte und stellen durch ihre Charaktere und Ausstrahlung den Teil in uns dar, der unsere individuelle Begeisterung berührt. Sie sprechen uns quasi aus dee Seele. Sie sind es nicht selten, dass wir uns tief in uns verstanden fühlen. All dies sorgt dafür, dass wir uns mit Prominenten verbunden fühlen.

Umso mehr trifft uns der Tod eines Prominenten, eines Stars, den wir so verehren. Es fühlt sich an, als ob dieser Prominente ein fester Bestandteil unseres Lebens ist, der aus diesem herausgerissen wird. Wir erleben das klassische Gefühl des Verlustes und alles was darauf hin in Kettenreaktion folgt: Schock, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Zerrissenheit und  Machtlosigkeit.

Die Leere, die entsteht breitet sich unter der gesamten Fangemeinde aus und es entsteht unbewusst ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Verbundenheit, welches die Trauer über den Verlust eines verstorbenen Prominenten bestimmt.

Was kann man als betroffener Fan nun für sich tun?

Mein Rat und Empfehlung ist es, bei den anstehenden Verabschiedungszeremonien teilzunehmen. Auf welche Art auch immer.

Es ist aus geographischen Gründen nicht immer möglich einer Trauer- oder Gedenkfeier teilzunehmen. Man wohnt einfach zu weit weg.

Ich fand es zum Beispiel bei Jan Fedder faszinierend, wie viele Menschen der Feierlichkeit persönlich beiwohnten. Gemeinsam weinten. Es war erhebend und voller Würde, als der Leichenwagen mit Jan Fedders Leichnam von der Kirche zum Friedhof gefahren wurde und rechts und links all die Menschen standen, die ihn liebten und verehrten.

Es ist das gemeinsame weinen und sich gegenseitig trösten, was am Ende auf eine nicht zu beschreibende Art gut tut!

Was, wenn es nicht möglich ist und ein geliebter und verehrter Star in weiter Ferne verstirbt?

Jeder erinnert sich noch an den Tod Michael Jacksons.

Ich erinnere mich persönlich sehr gut an diesen Tag, da es auch mich sehr betroffen machte. Die ganze Welt! Trauerte um den King of Pop.

In Michael Jacksons Beispiel wurde die Feierlichkeit live übertragen. Am 7. Juli 2009 zwölf Tage nach seinem Tod im Staples Center in Los Angeles.

Es war eine herzzerreißende Feier, bei dem auch der Sarg Michael Jacksons aufgebahrt war. Wenn auch die Entfernung dafür sorgte, dass man nicht persönlich im Staples Center sein konnte, war die Liveübertragung eine grandiose Möglichkeit, um ganz nah an der Feier teil zu nehmen. Und ganz ehrlich, ich weinte sehr. Einfach aus dem Grund, da es so viele ergreifende Momente der Würde gab. Und auch in diesem Fall tat es am Ende gut und ich konnte einen Abschluss finden mit der furchtbaren Nachricht, dass Michael Jackson tot ist.

Wie bei allen Prominenten und Stars berührte auch er Millionen von Herzen. Das ist es, was sympathische Schauspieler, Sänger, Autoren, u.v.m durch ihre Einzigartigkeit erreichen. Bewunderung, Anerkennung und oft auch eine besondere Form der Liebe und Zuneigung, die uns zu Teil wird.

Wann immer ihr also vom Tod einer für Euch wichtigen Persönlichkeit erfahrt, die möglicherweise auch Eure Kindheit oder Jugend mit geprägt hat – schaut, dass ihr auf welchem Weg auch immer an der dementsprechenden Trauerfeier teilnehmen könnt! Persönlich vor Ort, wenn die Möglichkeit gegeben ist oder live am Bildschirm! Das wird Euch helfen, Euren Gefühlen des Verlusts eine Richtung zu geben und einen Abschluss zu finden!

Euer

Thomas Sommerer – Der TrauerCoach